Empfehlungen für die nächste Dresden-Reise

Dresden zählt längst zu den schönsten Städten Europas. Besucht man die sächsische Landeshauptstadt im Abstand einiger Jahre, gibt es immer wieder Neues zu entdecken und zu bestaunen. Für Ihre nächste Städtereise nach Dresden haben wir folgende Empfehlungen:

Der schönste Milchladen der Welt

Pfunds Molkerei

Pfunds Molkerei

Ein Geschäft wie ein Bilderbuch ist der vollständig mit handgemalten Fliesen von Villeroy & Boch ausgestattete Milchladen von Pfunds Molkerei in der Bautzner Straße 79 in der Dresdner Neustadt. Der repräsentative Hauptbau der 1880 von Paul Pfunds gegründeten Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund entstand bereit 1891 und wurde von Villeroy & Boch in Zusammenarbeit mit Dresdner Künstlern mit Fliesen im Neorenaissancestil ausgekleidet. Heute bietet der „schönste Milchladen der Welt“, der das Bombardement von Dresden unbeschadet überstanden hat, neben einem grandiosen Augenschmaus verschiedenste Käsespezialitäten und einen Milchbrunnen. Die Gourmet-Zeitschrift „Der Feinschmecker“ meint dazu: “Die prunkvolle Molkerei Pfund ist Sinnbild für die Lebenslust der Sachsen“.

Historisches und Neues Grünes Gewölbe

Grünes Gewölbe

Grünes Gewölbe

Das Residenzschloss Dresden zählte einst zu den prächtigsten und bedeutendsten Schlossbauten der Renaissance in Deutschland. Heute ist es das Zentrum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und beherbergt eine der reichsten Schatzkammern Europas. Seit 2006 kann man das Historische Grüne Gewölbe im Erdgeschoss wieder als spätbarockes Gesamtkunstwerk in den ursprünglichen Räumen erleben – so wie es August der Starke von 1723 bis 1730 als Ausdruck von Reichtum und absolutistischer Macht errichten ließ. Das Neue Grüne Gewölbe im Obergeschoss beherbergt über eintausend unschätzbar wertvolle Exponate aus drei Jahrhunderten. Modernste Lichttechnik rückt das einzelne Kunstwerk in den Mittelpunkt und erlaubt ungewöhnlich nahe Blicke auf die detailreichen Werke. Zum Beispiel auf einen Winzling und Publikumsmagnet – einen Kirschkern mit laut Inventar „185 Angesichtern“, ein Meisterwerk der Mikroschnitzerei, oder die Hutagraffe mit dem einzigen großen, von Natur aus grünen Diamanten, der jemals gefunden wurde. Als Hauptwerk der europäischen Juwelierkunst gilt der mit 4.909 Diamanten, 160 Rubinen, 164 Smaragden, einem Saphir, 16 Perlen und zwei Kameen bedeckten Hofstaat des Großmoguls Aureng-Zeb. Einzel- oder Kombitickets mit konkreten Einlasszeiten können online besorgt werden.

Elbschifffahrt & Schloss Pillnitz

Elbschifffahrt

Elbschifffahrt

An Deck eines historischen Raddampfers können Sie an warmen Sommertagen eine frische Brise genießen und im Elbtal alles im Blick haben. Bei einer Schlösserfahrt der Sächsischen Dampfschifffahrt passieren Sie die grünen Elbauen, das Blaue Wunder (eigentlich: Loschwitzer Brücke), die Elbschlösser und die pittoresken Viertel Loschwitz und Wachwitz mit ihren Fachwerkhäusern. Die Fahrt beginnt am Terrassenufer in der Altstadt von Dresden und endet am Schloss Pillnitz, das August der Starke im 18. Jahrhundert zur Sommerresidenz ausbauen ließ. Hier können Sie durch den Schlosspark spazieren, der wegen seiner Fülle an botanischen Schätzen, rund 400 Kübelpflanzen und wertvollen alten Bäume einlohnendes Ziel ist. Bei Botanikern weltberühmt ist die über 200 Jahre alte Pillnitzer Kamelie, die mittlerweile eine Höhe von 8,60 m und einen Durchmesser von fast 11 m erreicht hat. Während der Blütezeit von Mitte Februar bis April trägt sie Zehntausende glockenförmige und karminrote Blüten. Kleiner Tipp: Eine begrenzte Zahl von Ablegern der Pillnitzer Kamelie wird jedes Jahr während der Blütezeit verkauft.

Aussichtsplattform der Frauenkirche

Dresden Frauenkirche

Dresden Frauenkirche

Wegen Ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg und dem erfolgreichen, symbolträchtigen Wiederaufbau nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung ist die zwischen 1726 und 1743 erbaute Dresdner Frauenkirche weltweit bekannt. Die gerne als »Steinerne Glocke« bezeichnete Kuppel war seinerzeit nicht nur die Krönung der Stadtsilhouette, sondern auch eine architektonische Herausforderung. Heute erstrahlt die Frauenkirche, die als Sinnbild des protestantischen Kirchbaus gilt, wieder in ihrer vollen barocken Schönheit. Von der Aussichtsplattform über der monumentalen Steinkuppel, die mit den Kuppeln des Petersdoms in Rom oder des Doms von Florenz vergleichbar ist, bietet sich ein phantastischer Blick auf die Stadt an der Elbe. Der kostenpflichtige Aufstieg führt zunächst per Aufzug auf 24 m, danach über schmale Treppen zur sog. Wendelrampe, einem stufenlos ansteigenden Wendelgang mit 14 % Steigung, der die äußere Kuppel zweieinhalb Mal umrundet. Über zwei weitere Treppenläufe – einer davon in Form einer steilen Leitertreppe – gelangen die Besucher zur 67 m hoch gelegenen Aussichtsplattform.